Die Dünndarmuntersuchung

Die Dünndarmdoppelkontrastuntersuchung (Enteroklysma) in der sog. Methode nach Sellink soll das Problem lösen, dass sich die zahlreichen Dünndarmschlingen gegenseitig überlagern und so die Beurteilbarkeit erschweren.
Zu diesem Zweck wird eine dünne weiche Sonde über die Nase eingeführt und bis in den Magen vorgeschoben. Der Weg über die Nase ist angenehmer, da die Sonde so ruhiger liegt. Anschließend muss die Sonde bis in das Duodenum vorgeschoben werden. Dies kann manchmal etwas langwierig sein. Wenn die richtige Position erreicht ist, wird über eine Pumpe zunächst ein bariumhaltiges Kontrastmittel infundiert. Anschließend folgt eine schleimartige Flüssigkeit aus aufgequollenem Guarkernmehl, die den Doppelkontrast bewirkt. Damit wird das KM weiter vorgetrieben und transparent gemacht, damit man die Darmwand optimal beurteilen kann. Mit zunehmender Dauer der Untersuchung wird der Patient ein gewisses Völlegefühl bemerken, da eine größere Menge Flüssigkeit verabreicht wird. Insgesamt ist die Untersuchung durch die sehr dünne weiche Sonde nicht sehr unangenehm.
Für die Untersuchung muss der Patient nüchtern sein und sollte am Vorabend nur noch flüssige Kost zu sich nehmen, damit keine Speisereste im Dünndarm das Ergebnis verfälschen. Die Einnahme eines leichten Abführmittels ist empfehlenswert, wenn sie/er nicht ohnehin schon unter Durchfällen leidet.