Die Schilddrüsendiagnostik
Die wesentlichen Untersuchungsmethoden sind nach Anamnese und Palpation die Bestimmung von T3/T4 (fT3/fT4), TSH, Sonographie und Szintigraphie. Der TRH-Test ist bei der hochsensitiven TSH-Bestimmung meist überflüssig. Spezialbestimmungen wie Antikörper, Thyreoglobulin, Calcitonin und CEA sind nur bei entzündlichen Erkrankungen oder den entsprechenden Tumoren erforderlich. In unserer Praxis existiert kein RIA-Labor.
Schilddrüsensonographie:
Sie zählt heutzutage zu den Basisuntersuchungen. Sie gibt Auskunft über Form, Größe und Beschaffenheit der Schilddrüse. Ein völlig unauffälliges Sonogramm läßt eine Euthyreose fast sicher sein. Ohne vorheriges Sonogramm sollte keine Szintigraphie erfolgen.
Schilddrüsenszintigraphie:
Sie dient zur Beurteilung der Funktionslage. Die Strahlenbelastung liegt bei Gabe von ca. 40 MBq mit etwa 0,42 mSv sehr niedrig (etwa wie Thoraxaufnahmen in zwei Ebenen). Knoten unter 1 cm Durchmesser stellen sich in aller Regel nicht dar, insbesondere wenn sie von funktionstüchtigem Gewebe umgeben sind. Die Hauptindikationen sind somit der Verdacht auf ein autonomes Adenom, die Hyperthyreose ohne eindeutige Zeichen einer Autoimmunthyreoidits im Ultraschall und der Verdacht auf größere kalte Knoten. Auch vor einer Resektion der Struma wird in der Regel ein Szintigramm verlangt.
Bei Verdacht auf Autonomien kann man gleich ein Suppressionsszintigramm anfertigen.
Wir empfehlen folgende Vorbereitung zum Suppressionsszintigramm:
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150-200 µg L-Thyroxin über mindestens 14 Tage, anschließend das Szintigramm
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alternativ einmalige Gabe von 3 mg L-Thyroxin (L-Thyroxin Henning test), Szintigramm nach einer Woche