Die Phlebographie

Die Phlebographie ist das Standardverfahren zur Diagnostik der venösen Insuffizienz und der Thrombose. Auch Stenosen des venösen Schenkels eines Dialyseshunts können dargestellt werden. Die Untersuchung ist für den Patienten nicht sehr belastend. Da die Beinvenenphlebographie fast stehend erfolgt, kann es bei labilen Kreislaufverhältnissen zum orthostatischen Kollaps kommen. Chronische Ödeme können die Venenpunktion manchmal erschweren.
In letzter Zeit wird die Farbdopplersonographie zunehmend als Alternative eingesetzt. Wir führen sie nicht durch. Da die Unterschenkelvenen damit kaum darzustellen sind, es nur ein beschränktes Angebot an entsprechend ausgestatteten Untersuchern gibt und die Akzeptanz auch nicht so groß ist, behält die Phlebographie vorerst ihre Position.
Es ist allerdings wünschenswert, dass die Patienten schon vorab von Ihnen aufgeklärt werden. Wir tun dies zwar auch noch einmal, aber bei Elektivuntersuchungen sollte eine angemessene Bedenkzeit ermöglicht werden.
Aufzuklären ist besonders über die Kontrastmittelallergie. Eine frühere Allergie auf Kontrastmittel ist eine relative Kontraindikation. Es sollte dann möglichst eine sonographische Abklärung erfolgen. Eine Hyperthyreose sollte vorher behandelt werden. Verletzungen oder Hautschäden an der Punktionsstelle sowie eine Thrombophlebitis durch das Kontrastmittel sind ausgesprochen selten.