Die Kernspintomographie

Die Kernspintomographie ist auch als Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) bekannt. In einem starken Magnetfeld werden die Kerne der Wasserstoffatome des Körpers ausgerichtet und durch Radiowellen zu Schwingungen angeregt. Aus den empfangenen Signalen werden Schnittbilder berechnet.
Bei der Untersuchung liegt der Patient in einem hellen, gut belüfteten, röhrenförmigen Gehäuse. Sie/er hört relativ laute Klopfgeräusche, die von den Magnetspulen herrühren. Es treten keine Schmerzen auf und es kommt auch zu keiner Strahlenbelastung. Meist werden mehrere Messungen durchgeführt. Diese dauern zwischen 20 sec. und mehreren Minuten, je nach Sequenztyp. Die gesamte Untersuchungszeit hängt stark von der Fragestellung ab und kann zwischen 10 und über 60 Minuten liegen. Bei einer Untersuchung werden häufig über 100 Bilder erzeugt, die erst aufgenommen und dann gründlich vom Arzt betrachtet werden müssen. Vom Betreten unserer Praxis bis zum Verlassen vergehen daher selten weniger als 90 Minuten.

Nach heutiger Erkenntnis ist die MRT unschädlich. Es gibt aber einen gewissen Prozentsatz von Patienten, die unter Claustrophobie leiden. Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung von Körperregionen unterhalb des Nabels außerhalb des Gerätes liegt, so dass es keine Probleme gibt. In ganz schwierigen Fällen kann es erforderlich sein, eine Kurznarkose durchzuführen. Dann muss der Patient in Begleitung kommen, denn sie/er darf hinterher der ganzen Tag nicht mehr Auto fahren.


Kontraindikationen/Risiken:

Bei Z. n. Implantation eines Herzschrittmachers kann keine Untersuchung erfolgen. Bei allen anderen Metallteilen, Splittern oder Implantaten, kommt es auf Art und Lage an. Unbedenklich sind Zahnersatz, feste Spangen, AO-Material, TEP. Falls eine künstliche Herzklappe oder Clips vorhanden sind, kommt es auf den Typ an. Bitte nehmen Sie vorher Rücksprache mit uns. Wir haben Listen, aus denen man in der Regel ersehen kann, ob eine Untersuchung möglich ist.
Die MR-Kontrastmittel werden noch besser als die Röntgenkontrastmittel vertragen. Bei der Gabe von Biguaniden (Metformin) und gleichzeitiger Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Metformin sollte 48 h vor und nach KM-Gabe nicht angewendet werden. Bei normalem Kreatinin reicht es auch aus, wenn die Substanz ab dem Zeitpunkt der Untersuchung abgesetzt wird.
Damit wir die Untersuchungen mit der größtmöglichen diagnostischen Ausbeute durchführen können, sind wir für Angaben zur Fragestellung dankbar. Wir haben ein Anmeldeformular entwickelt, das Sie sich ausdrucken oder auch von uns fertig anfordern können. Es macht von der Untersuchungstechnik einen Unterschied, ob beispielsweise ein Hypophysentumor gesucht wird, disseminierte Encephalitisherde ausgeschlossen werden sollen oder ein Anfallsleiden abgeklärt werden soll. Genauso ändert sich die Wahl der Sequenzen, je nachdem, ob wir nach einer Bandläsion, einer Osteonekrose oder einem Neurom suchen sollen.

Anmeldeformular zum Ausdruck

Hinweise zu den Indikationen