Der Colonkontrasteinlauf

Der Colonkontrasteinlauf (KE) dient der Darstellung des Dickdarmes. Nach Einlaufen des Kontrastbreis wird ein Spasmolyticum (Buscopan) gespritzt, damit sich der Darm entspannt und es wird Luft insuffliert, um ihn aufzudehnen. Nach mehrfachen Drehungen des Patienten, um das Kontrastmittel zu verteilen, werden repräsentative Aufnahmen gemacht, um alle Abschnitte des Dickdarmes zu dokumentieren. Danach kann der Pat. sofort die Toilette aufsuchen. Die Blähungen durch die eingeblasene Luft lassen dann rasch nach. Insgesamt wird die Untersuchung angenehmer als eine Coloskopie erlebt. Allerdings sind die erforderlichen Bewegungen für immobile oder herzinsuffiziente Patienten eine Belastung.
Damit die Darmwand gut beurteilt werden kann, ist es erforderlich, den Darm vor der Untersuchung vollständig zu reinigen. Dazu gibt es verschiedene Methoden.

Unsere Empfehlung zur Vorbereitung:
In den zwei Tagen vor dem Termin nur noch leichte Kost essen, z. B. Zwieback, Haferschleim, klare Suppe oder andere ballststoffarme Kost.
Am 3. und 2. Tag vor der Untersuchung mittags oder abends jeweils zwei Dulcolax Abführdragees einnehmen.
Am Tag vor der Untersuchung mittags zwischen 14 und 16 Uhr eine Flasche X-Prep austrinken und dann mindestens 2 Liter Wasser oder Tee nachtrinken.
Keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen und nach 22 Uhr auch keine Flüssigkeiten.
Am Morgen der Untersuchung kann 1/2 Tasse Tee oder Wasser getrunken werden.
Die Abführmittel kann der Pat. entweder bei uns abholen oder von Ihnen verordnen lassen. Die Verordnungsbeschränkungen treffen hier nicht zu.

Komplikationen sind bei der Untersuchung sehr selten. Aufklären sollte man über die Möglichkeit einer Darmperforation (extrem selten mit tödlicher Peritonitis), insbesondere bei vorgeschädigtem Darm. In Sonderfällen (hochgradige Stenose, Z. m. protektivem Anus praeter, V. a. Nahtinsuffizienz) muss die Untersuchung mit wasserlöslichem KM erfolgen. Dabei können allerdings keine Feinheiten beurteilt werden.

Wichtig ist für uns noch, ob ein Glaukom vorliegt. Wenn dies der Fall sein sollte, sagen Sie es uns bitte, denn wir müssten dann Glucagon spritzen. Sollte der Pat. gleichzeitig Diabetiker sein, müssten Sie den Blutzuckerspiegel hinterher besonders engmaschig kontrollieren.